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Core 59 User manual

Aufstellen der Monitore

Um bei der Verwendung von Dynaudio Monitoren optimale Ergebnisse zu erhalten, sollten Sie diese im Hörraum möglichst sorgfältig platzieren. Raumgeometrie und Oberflächenbeschaffenheit haben starke Auswirkungen auf das resultierende Klangbild. Daher sind Position und Winkel der Monitore in Bezug auf die Wände, Decke und Boden in jeder Hörumgebung von großer Bedeutung.

Akustische Achse

Die akustische Achse ist eine imaginäre Linie, die vom Zentrum des Monitors ausgeht. Verwenden Sie, wie in Abbildung 2 dargestellt, diese Methode zum Messen der Entfernung und des Winkels zwischen Monitoren und Zuhörer. Der Punkt befindet sich auf der halben Strecke zwischen den Rahmen des Hochtöners und des Mitten- beziehungsweise Tieftöners.

Abbildung 2: Die akustische Achse (1)

Das Modell Core 7 wurde für die vertikale Aufstellung entwickelt und sollte direkt auf den Zuhörer zeigen.

Das Modell Core 47 ist in zwei Versionen erhältlich, bei denen sich der Tieftöner links beziehungsweise rechts von der Hoch-/Mitteltöner-Baugruppe befindet. Platzieren Sie die Monitore beim horizontalen Betrieb achsensymmetrisch.

Die Core 59 kann entweder vertikal oder horizontal betrieben werden. Dazu wird die Orbit Baffle-Baugruppe entsprechend rotiert.

Der Core Sub ist ein zu den Seiten abstrahlender Subwoofer. In der vorderen Schallwand befinden sich das Logo und die LED-Anzeige.

Raumgrenzen

Boden, Wände und Decke: Jede Fläche in einem Raum stellt eine Grenzfläche für Schall dar. Wie Raumbegrenzungsflächen Schall reflektieren, hängt vor allem davon ab, aus welchen Materialien sie bestehen: Hartholz, Trockenbauwände, Teppiche usw. Sie sollten es möglichst vermeiden, Monitore in der Nähe von Grenzflächen zu platzieren. Je näher sich ein Monitor an einer Grenzfläche befindet, um so mehr Anomalien im unteren Frequenzbereich werden auftreten. Und wenn Sie einen Monitor dort platzieren, wo mehrere Grenzflächen aufeinander treffen (zum Beispiel in einer Ecke), ist mit noch mehr Problemen zu rechnen.

Weiterhin gilt: Wenn Sie Monitore genau zwischen zwei Grenzflächen platzieren, kann dies zur Anregung so genannter stehender Wellen führen, wodurch vor allem die Basswiedergabe weniger vorhersehbar wird. Dies gilt auch in Hinblick auf die Hörposition. Diese Raumanomalien sind immer vorhanden – aber wenn Sie die Monitore in Hinblick auf die Hörposition optimal platzieren, kann ihre Wirkung deutlich vermindert werden.

Als Faustregel lässt sich sagen, dass ein gutes Ergebnis erzielt werden kann, wenn die Monitore in einem Abstand von den Grenzflächen platziert werden, der zwischen einem Viertel und einem Drittel des Abstands zwischen den Raumgrenzen liegt – siehe hierzu Abbildung 3.

Sie sollten außerdem darauf achten, dass die Hörposition sich nicht genau in der Mitte des Raumes befindet. Bei größeren Räumen ist dieser Aspekt aber weniger kritisch als bei kleinen Räumen.

Manchmal ist die hier beschriebene optimale Positionierung nicht möglich. Aufgrund von räumlichen Einschränkungen sowie anderen Geräten oder Möbeln im Abhörraum müssen dann bei der Aufstellung der Monitore Kompromisse gemacht werden. Grundsätzlich sollten Sie auch unter diesen nicht idealen Umständen versuchen, das bestmögliche Ergebnis zu erhalten.

Abbildung 3: Raumdiagramm, Wände und Decken

Hörabstand und Monitoraufstellung

Die Core 7 Monitore sind als Nearfield-Monitore konzipiert. Nearfield-Monitore sollten relativ nahe am Zuhörer platziert werden – in einem Abstand von 1 bis 3 Metern.

Die Modelle Core 47 und Core 59 können sowohl als Nearfield- wie auch als Midfield-Monitore verwendet werden. Der empfohlene Abstand liegt zwischen 1,5 und 4 Metern.

Wenn Sie den Core Sub zur Erweiterung des Basswiedergabebereichs eines Hauptmonitors verwenden, sollte die vordere Schallwand des Core Sub denselben Abstand zum Hörer haben wie die anderen Monitore. Wenn Sie den Core Sub in einem Surround- oder Immersive-System verwenden, befolgen Sie bei der Einrichtung die Richtlinien für diese Anwendung.

Platzieren der Monitore auf einem Tisch oder einem Mischpult

Diese Monitore wurden so konzipiert, dass sie an verschiedenen Positionen aufgestellt werden können – auch sehr nahe am Hörer auf einer Arbeitsfläche. Wenn sie auf einem Schreibtisch oder der Meterbridge eines Mischpults platziert werden, können sie nach oben geneigt werden, so dass sie direkt auf die Ohren zeigen. So wird ein gutes klangliches Ergebnis erzielt. Der erste Position-Schalter sollte in diesem Fall auf „Desk“ gestellt werden.

Monitorständer

Monitore werden oft auf Ständern hinter Workstations oder Mischpulten platziert. In diesem Fall haben Sie mehr Kontrolle über wichtige Parameter wie Entfernung, Winkel und Position im Raum. Der erste Position-Schalter sollte in diesem Fall auf „Anechoic“ gestellt werden, insofern die Monitore sich nicht näher als 50 cm an der nächsten Wand oder Decke befinden.

Core Mounting Bracket

Die Core-Montagehalterung (Core Mounting Bracket) erleichtert die Montage der Monitore Core 7, 47 und 59 an Wänden, der Decke oder sogar auf Tischen oder anderen glatten Flächen. Diese Halterung ist kompatibel zu vielen Standardzubehörteilen von K&M, wodurch sich weitere Montagemöglichkeiten ergeben.

Montage in Aussparungen

Monitore können auch in eigens hierfür geschaffenen Aussparungen in den Wänden des Hörraums montiert werden. Bei optimaler Ausführung ergibt sich dann eine phasenkohärentere Basswiedergabe und eine bessere räumliche Wiedergabe. Wenn Sie Ihre Core Monitore in Aussparungen platzieren, stellen Sie den ersten Position-Schalter auf „Soffit“. Damit wird die durch die Platzierung in einer Aussparung verstärkte Basswiedergabe kompensiert.

Wenn Sie Core Monitore in Aussparungen montieren, sollte zur ordnungsgemäße Belüftung des integrierten Verstärkers über und unter dem Monitor ein Freiraum von mindestens 12 mm verbleiben. Beim Core Sub muss auf beiden Seiten zusätzlich ein Abstand von 50 mm oder mehr für den Chassishub gewährleistet sein.

Abhörwinkel

In der Regel sollten die Monitore so platziert werden, dass die Chassis sich untereinander befinden. Dabei sollte der Hochtöner sich über dem Mitteltöner oder Tieftöner befinden. Durch diese Ausrichtung ist eine ausgeglichene Laufzeit der von den beiden Chassis kommenden hohen und mittleren Frequenzen auf dem Weg zum Ohr gewährleistet. Der Core 59 ist mit dem Orbit Baffle ausgestattet. Diese Technologie erlaubt es, die Mittel- und Hochtönerbaugruppe in mehrere Richtungen zu drehen. So kann der Tieftöner unter, neben oder sogar über dieser Baugruppe platziert werden.

Horizontalwinkel

Die Monitore sollten so platziert werden, dass die verlängerten Achsen der Chassis einen Winkel von 60 Grad bilden – siehe hierzu Abbildung 4.

Abbildung 4: Monitorwinkel 60 Grad

Hierzu ist es nicht zwingend erforderlich, den Winkel zu messen. Es genügt, wenn Sie ein gleichschenkliges Dreieck zwischen den Monitoren und dem Hörer anstreben. Anders formuliert: Der Abstand zwischen den beiden Monitoren sollte so groß sein wie der Abstand jedes Monitors zum Hörer. Wenn Sie ein Paar Core 59 einrichten, können die Tieftöner entweder innerhalb (dies ist die empfohlene Ausrichtung) oder außerhalb des Dreiecks positioniert werden – je nachdem, wie am Aufstellungsort am besten ein gleichschenkliges Dreieck erreicht werden kann. Bei der Messung sollten Sie stets von der akustischen Achse des Monitors ausgehen.

Für eine einfache Methode zum Bestimmen der Abstände verwenden Sie ein Maßband und ein Stück Schnur. Um einen Freifeld-Referenzwiedergabepegel zu erzielen, sollten die Monitore nicht weiter als 3 Meter von der Hörposition entfernt sein.

  1. Nachdem Sie die Monitore an den gewünschten Positionen aufgestellt haben, fixieren Sie das eine Ende der Schnur am Ausgangspunkt der akustischen Achse des Monitors und ziehen Sie die Schnur zur Hörposition.
  2. Messen Sie den Abstand zu einem Punkt hinter Ihrem Kopf, an dem sich die Schnüre von beiden Seiten treffen würden.
  3. Markieren Sie diese Position mit einem Marker.
  4. Messen Sie den Abstand vom markierten Punkt zum anderen Monitor, um sicherzustellen, dass sie beide den gleichen Abstand zum Hörer haben.
  5. Verwenden Sie die Schnur dann, um den Abstand zwischen den beiden Monitoren zu messen. Der Abstand sollte identisch sein, so dass sich ein gleichschenkliges Dreieck zwischen den beiden Monitoren und dem Hörer ergibt.
  6. Nehmen Sie gegebenenfalls Anpassungen vor, bis der Abstand zwischen der Hörposition und den Monitoren identisch ist.

Vertikale Ebene

Der vertikale Winkel der Monitore sollte gegebenenfalls so angepasst werden, dass die Monitore direkt auf die Ohrhöhe des Zuhörers zielen. Wenn die Monitore über den Ohren des Zuhörers montiert wurden, müssen sie nach unten abgewinkelt werden. Umgekehrt müssen die Monitore, wenn sie sich unterhalb der Ohren des Zuhörers befinden, nach oben angewinkelt werden – siehe hierzu Abbildung 5.

Abbildung 5: Vertikaler Abhörwinkel