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Core 7 User manual

Abschließende Feinabstimmung

Jenseits der am Monitore möglichen Einstellungen kann es sinnvoll und erforderlich sein, die Einstellungen des Gesamtsystems und die Raumakustik anzupassen. So ist es zum Beispiel möglich, dass reflektierende Oberflächen Anomalien im oberen Frequenzbereich verursachen oder dass Raummoden die Basswiedergabe beeinträchtigen.

Frühe Reflexionen

Wenn in der Nähe der Hörposition Schall von harten Oberflächen reflektiert wird, kann dies zu Beeinträchtigungen vor allem der Hochtonwiedergabe und der räumlichen Wiedergabe führen. In vielen Fällen können solche problematischen Erstreflexionen aber relativ einfach beseitigt werden. Abbildung 7 zeigt einige häufige Ursachen von Erstreflexionen in einem typischen Regieraum.

Abbildung 7: Häufige Ursachen von Erstreflexionen in einem typischen Regieraum.

Um Erstreflexionen auf die Spur zu kommen, kann ein Spiegel an „verdächtigen“ Oberflächen im Studio platziert werden. Prüfen Sie dann, ob von der Hörposition aus ein Monitor in diesem Spiegel zu sehen ist. Wenn Sie einen Monitor in einem Spiegel sehen können, folgt daraus, dass hohe Frequenzen an der betreffenden Fläche reflektiert werden und von dort an die Hörposition gelangen, was zu Interferenzen führen kann.

Platzieren Sie schallabsorbierende Materialien auf solchen Oberflächen, um die Auswirkungen von Erstreflexionen zu vermindern und den Gesamtklang zu verbessern. Je dicker das verwendete akustische Material ist, umso effektiver wirkt es. Auch verhindert ein Luftraum hinter dem verwendeten Material dessen Wirksamkeit. Sie sollten so viel schallabsorbierende Materialien an stark reflektierenden Oberflächen anbringen, wie es vertretbar ist, um die Gesamtwiedergabe zu verbessern.

Bass-Raummoden

Wenn Sie Spitzen oder Einbrüche im unteren Frequenzbereich (20 bis 250 Hz) bemerken, werden diese wahrscheinlich durch Raummoden verursacht. Raummoden treten bei bestimmten niedrigen Frequenzen auf, deren Wellenlängen mit den Abmessungen des Hörraums (oder Vielfachen hiervon) übereinstimmen.

Wenn Ihr Hörraum zum Beispiel 4 Meter lang ist, kann eine Raummode bei 43 Hz auftreten, da die Wellenlänge dieser Frequenz etwa 8 Meter beträgt. Das bedeutet, dass sich die Raumantwort für diese Frequenz an der Position des Zuhörers und des Monitors dramatisch ändern kann. Je nachdem, wo genau Sie sich gerade befinden, hören Sie diese Frequenz mit einem höheren oder niedrigeren Pegel. Moden können aus allen Raumdimensionen resultieren – der Länge, Breite und Höhe. Dementsprechend komplex ist ihre Erkennung und Behandlung.

Versuchen Sie – soweit möglich, die Basswiedergabe zu verbessern, indem Sie die Positionen der Monitore und auch die Hörposition verändern. Hier sind etwas Geduld und Experimentierfreude gefragt. Die am Ende gefundene bestmögliche Position kann durchaus überraschend sein. Eine andere Lösung besteht darin, spezielle schallabsorbierende Elemente (Membranabsorber) für tiefe Frequenzen so zu montieren, dass sie die Raummoden (vor allem in Ecken) möglichst effektiv reduzieren.

Viele Hersteller bieten so genannte Bassfallen an – schallabsorbierende Elemente, die für die Platzierung in Ecken oder der Nähe von Ecken konzipiert sind und die dort reflektierte Frequenzenergie im unteren Frequenzbereich reduzieren. Durch das Dämpfen der Resonanzen wird die Niederfrequenzantwort des Raums entsprechend geglättet.

Beim Platzieren solcher Bassfallen sollten Sie die resultierende Frequenzkurve prüfen. Dazu können Sie rosa Rauschen zuspielen und mit einem Echtzeit-Spektrumanalysator (RTA) messen. Natürlich können Sie auch anhand von Aufnahmen, die Sie sehr gut kennen, analysieren, ob sich das Wiedergabeverhalten verbessert.

So kommen Sie durch Experimentieren Schritt für Schritt zur optimalen Raumgestaltung und den bestmöglichen Positionen für Ihre Monitore. Sie erzielen dann mit Ihrem Dynaudio Core Monitorsystem das optimale Ergebnis. So können Sie Produktionen schaffen, die die größtmögliche Zahl von Zuhörern begeistert. Wir wünschen Ihnen viel Freude und Erfolg!